Reisebericht Ecuador 2006

Vieles war vorgeplant, einiges lief nach Plan, anderes war außerplanmäßig, alles war wunderschön! Unsere Reise im August 2006, zu der Sie sich nachstehend Bilder der einzelnen Stationen ansehen können, gliederte sich wie folgt:
Erste Woche: Basislager war Cuenca - Aktionsgebiet war Jima
Nach den Strapazen der Atlantiküberquerung gab es einen ersten Erholungstag in Cuenca. Das übliche Begrüßungsfest brachte ein freudiges Wiedersehen mit allen Freunden und Bekannten. Mit dem Fest zur Einweihung des Speisesaales (wir haben die Materialkosten dafür aufgewendet), dem sich daran nahtlos anschließenden Folklorefest und den Ehrungen am ebenfalls von uns finanzierten Wasserreservoir sowie den Eindrücken der "minga" (Gemeinschaftsarbeit) zum Schulhausbau, war die erste Woche mehr als ausgefüllt.
Zweite Woche: Basislager war Ambato - Aktionsgebiete waren Checa, Baños, Puyo, Salasaca,
Quito mit dem Mitad del Mundo und die Zugfahrt an der Nariz de Diablo
Noch mit den Eindrücken des Bürgerfestes in Checa (Victors derzeitige Pfarrei) in den Köpfen, ging es zu Beginn der zweiten Woche von Cuenca aus nach Norden. Dort diente uns Ambato als Basislager für die jeweiligen Tagestouren. Glück hatten wir, dass wir anders als geplant diesen Teil der Reise eine Woche vorgezogen hatten. Baños, Salasaca und Puyo waren nämlich eine Woche später wegen des Ausbruchs des Vulkans Tungurahua kurzeitig nicht mehr erreichbar. Alle Eindrücke aus der Hauptstadt Quito am Nationalfeiertag von Ecuador zu schildern, würde den hier zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Höhepunkt der Woche war, bevor wir am Samstag wieder zurück in Cuenca waren, die Fahrt auf den Dächern des Güterzuges zur Nariz de Diablo bei Alausi.
Dritte Woche: Basislager war Loja - Aktionsgebiet war der Nationalpark Podokarpus und Zamora im Oriente
Chordeleg und Gualaceo als Einstimmung für die kommende Woche, waren das Programm am Sonntagnachmittag. Am Montag steuerten wir dann Loja im Süden des Landes an. Von dort aus waren El Cisne, ein berühmter Marienwallfahrtsort und Zamora die Ziele, die als nächstes auf dem Programm standen. Zamora bereits am Abhang der Ostkordillere gelegen, war für uns der Ausgangspunkt für den Nationalpark Podokarpus, der uns mit seiner Flora des Orientes beeindruckte. Das Wochenende in Cuenca diente der Regeneration.
Vierte Woche: Basislager war Cuenca - Aktionsgebiet rund um Cuenca
Bevor wir zum letzten "Highlight" dieser Reise am Freitag aufbrachen, haben wir mit dem Markt in Giron und einem nahe gelegenen Wasserfall, einer Busfahrt nach Azogues und Biblian sowie einem Ausflug zu einem Stausee auf 4 000 Meter Höhe, die Umgebung von Cuenca näher kennen gelernt. Am Freitag dann die unvergesslichen Bilder des Inkatrails von Jima in den Oriente.
Vor der Rückfahrt von Cuenca nach Guayaquil, von wo wir die Rückreise antraten, war ein Besuch in einer Fabrik für Panamahüte ein letzter Ausklang dieser Reise.



Kalender August 2006

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
30

Abflug MUC 20:30 Ankunft AMS 22:15
31

AMS ab 23:35 GYE an 6:10 (+7) Guayaquil nach Cuenca
1

Cuenca
2

Begrüßungsfest
3

Jima Einweihung Folklorefest
4

Am Wasserreservoir
5

Minga Schulhaus
6

Checa Bürgerfest
7

Fahrt nach Ambato
8

Baños Puyo
9

Salasaca
10

Quito
11

Zugfahrt Nariz de Diabolo
12

Cuenca
13

Chordeleg Gualaceo
14

Loja El Cisne
15

Nationalpark Podokarpus Vilcabamba
16

Zamora im Oriente
17

Nationalpark Podokarpus
18

Cuenca
19

Cuenca
20

Giron Wasserfall
21

Azogues Biblian
22

Milchtour
23

Stausee
24

Cuenca
25

Inkatrail
26

Ruhetag
27

Fahrt nach Guayaquil
28

Heimflug
         

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Bilder

30./31. Juli:
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In Amsterdam lagen noch 11 Stunden Flug vor uns, bevor wir nach einer Zwischenlandung auf Bon Aire, die Finanzmetropole Guayaquil erreichten. Von dort ging es dann aus der Costa heraus die Westkordillere hinauf Richtung Cuenca.


1./12./18./19./24. August:
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Cuenca:

Mit 200 000 Einwohner drittgrößte Stadt Ecuadors auf 2 500 Meter ü. N.N. gelegen. Nicht nur 52 Kirchen zeugen von der spanischen Vergangenheit dieser an Historie(Inkazeit) reichen Stadt in der u.a. Keramikartikel, Panamahüte und Silberschmuck hergestellt werden.


2. August:
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Beim Begrüßungsfest treffen wir alte und neue Freunde und Bekannte.


3. August:
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Ein erster Höhepunkt unserer Reise: Die Einweihung des Schulspeisesaales mit dem anschließenden Folklorefest. Es war schön, die Geschenke der Gemeinde Obertaufkirchen überbringen zu dürfen.


4. August:
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Bei der Einweihung des in der Zwischenzeit fertig gestellten Wasserreservoirs wurden wir ein zweites Mal geehrt. Auch hier wieder eine pampamesa - ein Festessen auf dem Boden.


5. August:
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Die Gemeinschaftsarbeiten (minga) beim Bau des neuen Schulhauses (über dem Speisesaal) haben uns stark beeindruckt.


6. August:
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Mit der Abhaltung eines Bürgerfestes lässt Víctor in Checa seiner derzeitigen Pfarrei - eine alte Tradition aufleben.


7. August:
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Ein bleibender Eindruck auf der Fahrt nach Ambato. Man beachte den "Inhalt" der blauen Kiste auf dem Bus!


8./9. August:
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Vorbei am (eine Woche später ausbrechenden) Vulkan Tungurahua ging es erstmals in den Oriente nach Puyo. Die Flora war beeindruckend. Natürlich besuchten wir auch den auf dem Weg liegenden Indianermarkt in Salasaca, von wo auch das Bild der Frau mit ihrer bestimmt nicht leichten Last stammt.


10. August:
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Zu jeder Reise nach Ecuador gehört natürlich auch eine Besuch des Äquatordenkmals nahe der Hauptstadt Quito, die wir am Nationalfeier tag im Fahnenschmuck gesehen haben.


11. August:
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Weltbekannt: Die Fahrt auf den Dächern von Güterwagons den Andenkamm hinunter zur "Teufelsnase" bei Alausi.


13. August:
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Eindrücke von Märkten in Ecuador (Silberstadt Chordeleg und Markt in Gualaceo


14. August:
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Für Bilder von El Cisne, einem berühmten Marienwallfahrtsort, verweisen wir Sie an das Internet. Wir waren um Mitternacht dort und hätten für verwertbare Bilder ein Stativ gebraucht. Wir waren allerdings schon froh, dass wir unsere Kameras vor den Taschendieben retten konnten.


15./16./17. August:
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Einige wenige Eindrücke vom Nationalpark Podokarpus.


20. August:
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Drei Bilder zu einem Sonntagnachmittags-Ausflug.


21. August:
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Motorschaden: Erst mit dem nächsten Bus erreichten wir unser Ziel Biblian.


22. August:
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Eindrücke einer "Milch-Tour" rund um Jima. Joffre bringt 680 Liter zur Kooperative.


23. August:
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Stausee auf 4 000 Meter Höhe.


25. August:
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Handelsstraße: Inkatrail
Aus Jima fahren die Leute auf der bereits fertigen Schotterstraße mit ihren Waren 1 1/2 Stunden an. Die Menschen aus dem Oriente nehmen einen Tagesritt in Kauf, um am Treffpunkt einzukaufen oder eigene Ware zu verkaufen. An der Fortsetzung der "Straße" wird gebaut. Im Augenblick versinken sogar noch des Öfteren die Transportpferde.


26. August:
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Letzte Einkäufe an der Quelle. Der echte Panamahut wird ausschließlich in Ecuador und dort in Cuenca und Umgebung hergestellt.


27. August:
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Am vorletzten Tag der Reise ging es auf dem gleichen Weg wie bei der Ankunft zurück nach Guayaquil. Nur dieses Mal den Andenkamm bergab!


28. August:
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Bon Aire:
Lufttemperatur  35° C
Wassertemperatur  25° C
Da würde man jetzt am liebsten 4 Wochen bleiben!