Regenbogen Ecuador e.V. knackt die Grenze von 270 000 Euro
In 25 Jahren Partnerschaft stetig ausgebaut


Obertaufkirchen, im Februar.
Seit 25 Jahren pflegt der Verein „Regenbogen Ecuador“ mit Mitgliedern aus Obertaufkirchen und Schwindegg eine Partnerschaft mit Menschen in Ecuador. Immer war es Víctor A. Marin, der als Ansprechpartner für den Verein die Projekte auswählte.

Schulspeisung mit einheimischen Produkten Grundsteinlegung für ein Seniorenheim


Es war schon ein besonderer Moment, als bei der Jahreshauptversammlung Ende Januar den anwesenden Mitgliedern klar wurde, dass der Verein mit seinen Aktionen im vergangenen Advent die Grenze von 270 000.- Euro für Menschen in Ecuador überschritten hat. Der Regenbogen, der als Symbol der Brücke zwischen den Menschen in der Gemeinde hier und den Menschen der Partnergemeinde in Ecuador steht, hat von Jahr zu Jahr gewissermaßen immer stärker leuchtende Farben bekommen. Während dieser 25 Jahre hat der Verein mit Víctor A. Marin einen absolut zuverlässigen Partner gehabt. Jedes Jahr gibt er Rechenschaft über die Verwendung der überwiesenen Gelder. Er war und ist es, der für den Verein die Projekte der vergangenen 25 Jahre ausgewählt und betreut hat. Seit einigen Jahren sind dies nun Projekte in der Heimatgemeinde von Víctor Marin. Derzeit ist es die Selbstversorgung von drei Schulküchen mit biologisch angebauten, nahrhaften, einheimischen und zum Teil schon in Vergessenheit geraten Feldfrüchten, wodurch mehr als 130 Schülern und Schülerinnen, täglich eine warme Mahlzeit ermöglicht wird. Neben der Unterstützung bei akuten Notfällen beteiligt sich der Verein ferner beim Bau eines behindertengerechten Seniorenheimes in Jima, in der Nähe von Cuenca. Bei gegenseitigen Besuchen, sowohl von Mitgliedern des Vereins in Ecuador, als auch von Víctor und Begleitern hier in Bayern, war das Kennenlernen der Menschen und der jeweils anderen Kultur ein wichtiger Grundstein für den Aufbau und das Funktionieren der Partnerschaft.
Wieder einmal bedankt sich der Verein bei allen Spendern, Unterstützern und Gönnern, die sich bei den Aktionen des Vereins für dessen Arbeit finanziell erkenntlich zeigen und es ihm so erst ermöglichen zu helfen. Ohne SIE wäre es dem Verein nicht möglich gewesen, diese Summe aufzubringen.
Abrechnungen, Projekte, Gedanken, Eindrücke und mehr zur Arbeit des Vereins können auf unserer Homepage eingesehen und nachgelesen werden.


Neue Mitarbeiter gesucht:
Dringend suchen wir Mitarbeiter, die uns bei unseren Aktionen (vor allem Pfarrfest, Basare, Nikolausdienste, Sternsängeraktion) unterstützen. Eine Mitgliedschaft im Verein ist ohne Mitgliedsbeitrag möglich.
Wer Interesse hat, kann jeden aus dem Team ansprechen.


Schulgärten machen Schule

Obertaufkirchen/Jima (Ecuador):
Einheimisches Gemüse, herangezogen und geerntet im eigenen Schulgarten und in der Schulküche zu Mittagessen weiterverarbeitet, das ist die Idee des Projektes, an dem die Mitglieder des Vereins Regenbogen Ecuador zusammen mit V. Marin in Jima arbeiten.
Jima liegt etwa eine Autostunde südöstlich von Cuenca in Ecuador und ist die Heimatgemeinde von Víctor Marin. Mit ihm hat der Verein seit 1991 eine Partnerschaft aufgebaut. Seit 2013 arbeiten beide Seiten am Aufbau von Schulgärten und Gewächshäusern, in denen einheimische Gemüsesorten in Eigeninitiative der Eltern angebaut, geerntet und dann – in der ebenfalls vom Verein erbauten Schulküche – zu nahrhaften Mittagessen für die Schulkinder weiterverarbeitet werden. In seinem letzten Bericht hat nun Víctor Marin mitgeteilt, dass sich dieses Projekt zur Selbstversorgung mittels der „mingas“ (Gemeinschaftsarbeiten) derart bewährt hat, dass bereits zwei weitere Schulen aus dem Gemeindebereich diese Idee übernommen haben. Mit entscheidend dabei ist auch die Möglichkeit, dass die mitarbeitenden Eltern etwaige Überschüsse, die die Schulküche nicht verarbeiten kann, privat auf regionalen Märkten verkaufen können und so die jeweilige Familie eine wertvolle Einnahmequelle hat. Aufgrund dieser äußerst positiven Erfahrungswerte werden die Mitglieder des Vereins Regenbogen Ecuador die in 2104 anstehenden Adventsaktionen wie die Basare in Schwindegg und Obertaufkirchen sowie die Erlöse aus dem Nikolausdienst im Gemeindebereich Obertaufkirchen dazu verwenden die geschilderten Projekte in Jima unter Federführung von Víctor Marin, weiterhin zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang danken wir wieder einmal all unseren Spendern und Gönnern.