Rückblick auf die Projekte der letzten 15 Jahre
Dank an alle Spender, speziell an die Mitarbeitern des Drei-König-Singens aus Dorfen


(Auszug aus einem Breif von Víctor Marin)
Cuenca, den 10. Mai 2018

Ich möchten Ihnen herzlichst in meinem eigenen und im Namen der Begünstigten der Projekte bedanken, die wir in der Pfarrei Jima, Provinz Azuay, Ecuador, mit den Mitteln durchführen, die uns die Mitglieder des Vereins Regenbogen in Obertaufkirchen, Deutschland, Jahr für Jahr überweisen.

Ich möchte Ihnen unsere Dankbarkeit übermitteln für die wichtige wirtschaftliche Unterstützung, die sie uns über Regenbogen zukommen lassen, wodurch wir seit Jahren wichtige Projekte umsetzen können, um die Lebensbedingungen von Familien und Gruppen zu verbessern, die unter äußerst prekären Bedingungen in der Pfarrei Jima, Ecuador, leben.

Ich möchte hier in kurzen Worten zusammenfassen, was wir seit dem Jahr 2003 bis jetzt umsetzen konnten: Unterstützung für organisierte Gruppen, um ihre Produktion durch die Verbesserung der Bewässerungssysteme zu steigern; für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen durch den Bau einer Infrastruktur, Ausrüstung, didaktisches Material, Schulkantine, schuleigene Gemüsegärten (gegenwärtig ermöglichen wird den Unterhalt von drei Speisesälen von Schulen, die sich in von der Pfarrei entfernten Gemeinden befinden, deren etwa 100 Schüler ein tägliches Mittagessen erhalten. Auf diese Weise können wir dazu beigetragen, das Problem der Kinderunterernährung in den Griff zu bekommen, das in unserer Gegend allgegenwärtig ist); ebenso konnten wir Familien unterstützen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation keine Wohnung hatten oder diese in der Folge von Naturkatastrophen verloren; Familien und Personen mit Gesundheitsproblemen, deren wirtschaftliche Situation es ihnen nicht erlaubte, ihre medizinische Behandlung fortzusetzen. Bei allen diesen Initiativen war es entscheidend, mit den wirtschaftlichen Mitteln, verwaltet durch den Verein Regenbogen, rechnen zu können.

Ebenso möchte ich an dieser Stelle auch den lokalen Beitrag durch Gemeinschaftsarbeiten, besser bekannt unter der Bezeichnung "Mingas", hervorheben, damit konnten wir den Geist der Gegenseitigkeit, der Verantwortung und der Anerkennung für die erhaltenen Spenden verstärken.

Gesondert hervorgehoben werden muss hier der Bau des Altersheims, der in unserer Pfarrei durchgeführt wird, bekannt als "Centro Gerontológigo la Cristina". Es handelt sich um ein sehr ehrgeiziges Projekt, das auf die großzügige Unterstützung einer Familie zählen konnte, die mehr als 2000 Quadratmeter Grund im Namen der Gemeindeverwaltung von Sigsig zur Verfügung stellte, um auf diese Weise den öffentlichen und gemeinschaftlichen Charakter des Projekts sicherzustellen; außerdem leisteten Besitzer von schweren Maschinen ihren Beitrag durch die Durchführung der Bodenbewegungen und die Bereitstellung von Baumaterial für Mauern und Fundamente; die Pfarrverwaltung spendete Baumaterial; die Gemeindeverwaltung Baumaterialen wie Zement und Eisen; Organisationen der Pfarrei brachten sich mit Gemeinschaftsarbeit oder Mingas usw. ein. Und es wurden auch von Regenbogen bereitgestellte Mittel investiert, die im Wesentlichen ermöglichten, die Ausgaben für Arbeitskraft abzudecken, wodurch direkt fünf Familien unterstützt wurden, deren Haushaltsvorstände auf dem Bau arbeiten. Ein weiterer wichtiger Beitrag ist die wirtschaftliche Unterstützung von Personen, die aus Jima stammen und in den Vereinigten Staaten ansässig sind. Gegenwärtig sind die Arbeiten eingestellt, da wir auf neue Baumaterialen von der Gemeinde Sigsig warten. Es gibt eine Kommission, die damit beauftragt ist, die Arbeiten zu koordinieren, die aus einigen leitenden Personen der Pfarrei besteht. Wenn diese Infrastruktur fertiggestellt ist, kann sie permanent ungefähr 30 Senioren aufnehmen, die in Doppelzimmern untergebracht sind; und es werden dann auch größere Gruppen betreut, die während des Tages Aufnahme finden und dann abends in ihre Wohnungen zurückkehren. Mit einem eigenen Lokal zur Pflege von Senioren und Personen mit speziellen Bedürfnissen verfügt dieser Personenkreis über geeignete Räume für Versammlungen und Zusammenkünfte, Physiotherapie und Freizeitbeschäftigungen; außerdem befindet sich im Heim ein Museum, in dem traditionelle Gegenstände ausgestellt werden, die die Kultur und die Gebräuche der Gegend zeigen; eine Küche und ein traditioneller Ofen, eine Kapelle, Grünflächen usw. Wie hoffen, dass der Bürgermeister von Sigsig bald sein Versprechen einlöst, damit die Arbeiten wieder aufgenommen werden können.

Außerdem möchte ich hier noch anmerken, dass wir hoffen, auch weiterhin über die Vermittlung der Mitglieder des Vereins Regenbogen mit Ihrer Unterstützung rechnen zu können; sicher bestätigt Regenbogen meine in diesem Brief gemachten Schilderungen sowie die Transparenz bei der Investition der Mittel, da einige des Vereins bereits die Gelegenheit hatten, uns hier in Jima, Ecuador, zu besuchen. Dabei konnten sie alle Projekte, die hier im Laufe der Jahre umgesetzt werden konnten, in Augenschein nehmen.

Mit tiefster Dankbarkeit verbleibe ich,

Víctor Alberto Marín

Schön Klinik Stiftung spendet 2.500 € als "Weihnachtsgeschenk" nach Ecuador

Andrea Schmied, ein Mitglied des Vereins Regenbogen Ecuador aus Schwindegg/Obertaufkirchen informierte als Mitarbeiterin der Schön Klinik Vogtareuth über eine Aktion der gemeinnützigen Schön Klinik Stiftung für Gesundheit: Unter dem Motto "schoenhelfen" - so auch auf der Website der Stiftung unter www.schoenhelfen.de - zu lesen, waren Mitarbeiter in einer Art Wettbewerb dazu aufgerufen, gemeinnützige Projekte der Gesundheitsförderung, für die sie sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren, vorzuschlagen.

Da der Verein Regenbogen Ecuador sich gegenwärtig bei Bau und Ausrüstung eines behindertengerechten Seniorenheims einbringt, war eine Bewerbung für die Förderung durch die Schön Klinik Stiftung sehr schnell erstellt. Nachdem auch alle übrigen Modalitäten problemlos abgewickelt waren, hieß es warten.

Und dann kam das Weihnachtsgeschenk: Der Antrag des Vereins wurde von "SchoenHelfen" mit 2.500 € bedacht. Keine Stunde später war auch der Ansprechpartner in Ecuador, Víctor Marin, der für den Verein seit mehr als 25 Jahren die Projekte auswählt, betreut und vertrauensvoll abwickelt, informiert. Seine erste Reaktion: "Gratulation und wir freuen uns riesig."

Im Namen all derjenigen, die sich in Jima, Nähe Cuenca/Ecuador, über diese Spende bzw. "Weihnachtsgeschenk" freuen, bedankt sich der Verein bei der Geschäftsführung und bei den Verantwortlichen der Schön Klinik Stiftung für Gesundheit gGmbH.


Regenbogen Ecuador e.V. knackt die Grenze von 270 000 Euro
In 25 Jahren Partnerschaft stetig ausgebaut


Obertaufkirchen, im Februar.
Seit 25 Jahren pflegt der Verein „Regenbogen Ecuador“ mit Mitgliedern aus Obertaufkirchen und Schwindegg eine Partnerschaft mit Menschen in Ecuador. Immer war es Víctor A. Marin, der als Ansprechpartner für den Verein die Projekte auswählte.

Schulspeisung mit einheimischen Produkten Grundsteinlegung für ein Seniorenheim


Es war schon ein besonderer Moment, als bei der Jahreshauptversammlung Ende Januar den anwesenden Mitgliedern klar wurde, dass der Verein mit seinen Aktionen im vergangenen Advent die Grenze von 270 000.- Euro für Menschen in Ecuador überschritten hat. Der Regenbogen, der als Symbol der Brücke zwischen den Menschen in der Gemeinde hier und den Menschen der Partnergemeinde in Ecuador steht, hat von Jahr zu Jahr gewissermaßen immer stärker leuchtende Farben bekommen. Während dieser 25 Jahre hat der Verein mit Víctor A. Marin einen absolut zuverlässigen Partner gehabt. Jedes Jahr gibt er Rechenschaft über die Verwendung der überwiesenen Gelder. Er war und ist es, der für den Verein die Projekte der vergangenen 25 Jahre ausgewählt und betreut hat. Seit einigen Jahren sind dies nun Projekte in der Heimatgemeinde von Víctor Marin. Derzeit ist es die Selbstversorgung von drei Schulküchen mit biologisch angebauten, nahrhaften, einheimischen und zum Teil schon in Vergessenheit geraten Feldfrüchten, wodurch mehr als 130 Schülern und Schülerinnen, täglich eine warme Mahlzeit ermöglicht wird. Neben der Unterstützung bei akuten Notfällen beteiligt sich der Verein ferner beim Bau eines behindertengerechten Seniorenheimes in Jima, in der Nähe von Cuenca. Bei gegenseitigen Besuchen, sowohl von Mitgliedern des Vereins in Ecuador, als auch von Víctor und Begleitern hier in Bayern, war das Kennenlernen der Menschen und der jeweils anderen Kultur ein wichtiger Grundstein für den Aufbau und das Funktionieren der Partnerschaft.
Wieder einmal bedankt sich der Verein bei allen Spendern, Unterstützern und Gönnern, die sich bei den Aktionen des Vereins für dessen Arbeit finanziell erkenntlich zeigen und es ihm so erst ermöglichen zu helfen. Ohne SIE wäre es dem Verein nicht möglich gewesen, diese Summe aufzubringen.
Abrechnungen, Projekte, Gedanken, Eindrücke und mehr zur Arbeit des Vereins können auf unserer Homepage eingesehen und nachgelesen werden.


Neue Mitarbeiter gesucht:
Dringend suchen wir Mitarbeiter, die uns bei unseren Aktionen (vor allem Pfarrfest, Basare, Nikolausdienste, Sternsängeraktion) unterstützen. Eine Mitgliedschaft im Verein ist ohne Mitgliedsbeitrag möglich.
Wer Interesse hat, kann jeden aus dem Team ansprechen.


Schulgärten machen Schule

Obertaufkirchen/Jima (Ecuador):
Einheimisches Gemüse, herangezogen und geerntet im eigenen Schulgarten und in der Schulküche zu Mittagessen weiterverarbeitet, das ist die Idee des Projektes, an dem die Mitglieder des Vereins Regenbogen Ecuador zusammen mit V. Marin in Jima arbeiten.
Jima liegt etwa eine Autostunde südöstlich von Cuenca in Ecuador und ist die Heimatgemeinde von Víctor Marin. Mit ihm hat der Verein seit 1991 eine Partnerschaft aufgebaut. Seit 2013 arbeiten beide Seiten am Aufbau von Schulgärten und Gewächshäusern, in denen einheimische Gemüsesorten in Eigeninitiative der Eltern angebaut, geerntet und dann – in der ebenfalls vom Verein erbauten Schulküche – zu nahrhaften Mittagessen für die Schulkinder weiterverarbeitet werden. In seinem letzten Bericht hat nun Víctor Marin mitgeteilt, dass sich dieses Projekt zur Selbstversorgung mittels der „mingas“ (Gemeinschaftsarbeiten) derart bewährt hat, dass bereits zwei weitere Schulen aus dem Gemeindebereich diese Idee übernommen haben. Mit entscheidend dabei ist auch die Möglichkeit, dass die mitarbeitenden Eltern etwaige Überschüsse, die die Schulküche nicht verarbeiten kann, privat auf regionalen Märkten verkaufen können und so die jeweilige Familie eine wertvolle Einnahmequelle hat. Aufgrund dieser äußerst positiven Erfahrungswerte werden die Mitglieder des Vereins Regenbogen Ecuador die in 2104 anstehenden Adventsaktionen wie die Basare in Schwindegg und Obertaufkirchen sowie die Erlöse aus dem Nikolausdienst im Gemeindebereich Obertaufkirchen dazu verwenden die geschilderten Projekte in Jima unter Federführung von Víctor Marin, weiterhin zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang danken wir wieder einmal all unseren Spendern und Gönnern.